Die politischen Bedingungen produzieren immer mehr Ungleichheit. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander, auch in unserem Land. Waren die Einkommen inklusive Pensionen des obersten Zehntels im Jahr 2000 rund elf Mal so hoch wie die des ärmsten Zehntels, haben sie im Jahr 2010 bereits das 23,6-fache des untersten Zehntels betragen. Tendenz steigend. Die Vermögenskonzentration ist so hoch wie unmittelbar vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges. Weltweit besitzen acht Menschen soviel Vermögen wie die Hälfte der einkommensschwächeren Weltbevölkerung. Immer mehr Menschen können kein gutes Leben mehr führen, weil die gesellschaftlichen Bedingungen ihnen die dafür notwendigen Voraussetzungen vorenthalten. Menschen werden durch Arbeitslosigkeit, befristete, unsichere Arbeitsplätze und niedrige Löhne prekarisiert um Andere reich zu machen.

Nehmen wir unsere Zukunft selbst in die Hand!
Die Geschichte der Welt wurde von uns Menschen gemacht. Deshalb ist das Gegebene niemals unveränderlich. Erkennen wir die Verschiedenheit der Menschen an. Orientieren wir uns an der Gemeinsamkeit und nicht am Trennenden.

Sei eine starke Stimme für soziale Gerechtigkeit!
In ihrer neuen Kampagne erzählt die Volkshilfe die Geschichte von drei außergewöhnlichen Menschen, die sich selbst ermächtigt haben und für andere aktiv geworden sind. Wir fordern die Menschen auf, auch selbst zu einer starken Stimme für soziale Gerechtigkeit zu werden. Jede und jeder an seinem Platz. Gemeinsam die Welt zu einem besseren Ort zu machen – das ist möglich. Wenn wir es wirklich wollen. Jetzt Stimme erheben!

Kekse backen und Solidarität leben. Dafür steht Jimmy. Als sein Schulfreund Hilfe brauchte, zögerte Jimmy nicht lange und startete eine Kekse-Back-Aktion. Aus den Keksen wurden Spenden, mit welchen für Jimmys Schulfreund Winterschuhe und noch vieles mehr finanziert werden konnte.

Jimmy, 11 Jahre aus Wiener Neustadt

Die eigene Betroffenheit zum Anlass nehmen, um sich für Andere stark zu machen. Dafür steht Ruzica. Kurz nach ihrer eigenen Flucht aus Sarajevo engagierte sie sich für Ankommende in Oberösterreich. Heute ist sie Volkshilfe-Mitarbeiterin, Literatin, Künstlerin und Mutter und engagiert sich weiterhin unermüdlich für Betroffene.

Ruzica Milicevic aus Bad Ischl

Arbeit, von der man leben kann. Das wünscht sich Reini für alle Menschen. Die Realität ist aber eine Andere: Viele sind arbeitslos, viele sind arm trotz Arbeit. Reini wirft eine chronische Muskelerkrankung fast aus der Bahn. Dennoch hat er einen Verein gegründet, der Armutsbetroffene mit Lebensmitteln und Sachspenden unterstützt.

Reinhard Schiefer aus Niederösterreich